Kann man der Nase trauen? Was der Geruchstest erkennt und was nicht
Die Nase erkennt, ob Essen verdorben ist, aber nicht, ob es krank macht. Verderbniserreger erzeugen sauren Geruch oder Schleim; Bakterien, die Lebensmittelvergiftungen auslösen, verändern Geschmack, Geruch und Aussehen in der Regel nicht. Ein kleiner Probierbissen hilft auch nicht: Manche Giftstoffe machen schon in winzigen Mengen krank und sind hitzestabil.
Was zu tun ist
- Lebensmittel mit Verbrauchsdatum («zu verbrauchen bis») und gekochte Reste: nach Datum und Zeit richten, nicht nach dem Geruch.
- Lebensmittel mit Mindesthaltbarkeitsdatum: Wurden sie wie angegeben gelagert, ist die Frist nach dem Öffnen nicht überschritten und gibt es weder Schimmel noch veränderten Geruch oder Textur, sind sie auch nach dem Datum essbar.
- Schimmel: im Zweifel wegwerfen; in weichen Lebensmitteln kann er sich unsichtbar ausbreiten.
- Der Wassertest beim Ei zeigt das Alter, nicht die Sicherheit.
- Gewölbte Dosen, Dosen, die beim Öffnen spritzen, tiefe Dellen oder Rost: nicht essen.
- Ein schlechter Geruch ist Grund genug, Essen wegzuwerfen.
- In der Schwangerschaft, bei Kleinkindern, im Alter oder bei geschwächter Abwehr die Daten streng einhalten.
Mehr unter Reste richtig aufwärmen.
Quellen
Geprüft: 23. September 2026
Der Kern
Die Nase erkennt Verdorbenes, nicht die Bakterien hinter Lebensmittelvergiftungen: Riechen taugt beim Mindesthaltbarkeitsdatum, nicht bei Resten oder Lebensmitteln mit Verbrauchsdatum.
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