Ständig müde? Was ein Schilddrüsentest erklären kann und was nicht
Wer ständig müde ist, sollte die Schilddrüse prüfen lassen, aber sie ist eine Ursache unter vielen und nicht die häufigste. Der TSH-Wert ist der erste Schritt, kein Test, der alles klärt: Er wird zusammen mit dem freien T4 gelesen, ein leicht erhöhter TSH wird meist wiederholt, bevor etwas entschieden wird, und bei leichten Veränderungen nimmt eine Behandlung die Müdigkeit oft nicht.
Wann zum Arzt
Sofort (örtliche Notrufnummer): Brustschmerzen, starke Atemnot, Ohnmacht; Müdigkeit mit starkem Durst, viel Wasserlassen, Erbrechen, Benommenheit oder schneller, tiefer Atmung; Suizidgedanken. Innerhalb weniger Tage, ohne auf einen Wiederholungstest zu warten: veränderter TSH in der Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch; erhöhter TSH mit niedrigem freiem T4. Mit Termin: Müdigkeit seit Wochen ohne klaren Grund oder mit Gewichtsverlust, Stimmungsveränderungen oder Schnarchen mit Atemaussetzern.
Was zu tun ist
- Rechnen Sie mit mehreren Tests, nicht mit einem; welche, entscheidet der Arzt.
- Nicht während einer akuten Erkrankung: Sie verfälscht die Werte.
- Sagen Sie, wenn Sie Biotin nehmen (Präparate für Haare und Nägel): Es verfälscht Schilddrüsentests.
- Bei leicht erhöhtem TSH und normalem freiem T4 ist eine Behandlung nicht automatisch: In großen Studien besserte sie die Müdigkeit nicht.
- Wird eine klare Unterfunktion behandelt, kann die Besserung nach Wochen beginnen, die Dosisfindung kann aber Monate dauern.
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Quellen
- NHS — Schilddrüsenunterfunktion
- NICE NG145 — Schilddrüsenerkrankungen
- BMJ, 2019 — subklinische Hypothyreose
Geprüft: 24. September 2026
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