Tests auf sexuell übertragbare Infektionen: wann und worauf
Keine Beschwerden heißt nicht keine Infektion. Welche Tests sinnvoll sind, hängt von Alter, Risiko und der Zeit seit dem Kontakt ab; nach möglichem HIV-Kontakt zählen Stunden.
Wann zum Arzt
Sofort: nach sexueller Gewalt bei Gefahr den örtlichen Notruf wählen; neben Tests zählen in den ersten Stunden Notfallverhütung und HIV-Prophylaxe, beim ersten Termin eine Untersuchung und der Schutz vor weiteren Infektionen. Ebenfalls Notruf: starke oder zunehmende Beckenschmerzen, Ohnmacht, hohes Fieber oder plötzliche starke Hodenschmerzen. Am selben Tag: möglicher HIV-Kontakt — die Postexpositionsprophylaxe muss innerhalb von 72 Stunden beginnen, besser in den ersten 24; neuer Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen, Geschwüre oder eine Infektion bei der Partnerin oder dem Partner.
Was zu tun ist
- Mit Beschwerden sofort testen. Ohne Beschwerden das diagnostische Fenster beachten: je nach Infektion und Test einige Wochen bis drei Monate; ein zu früher negativer Test schließt nichts aus.
- HIV-Prophylaxe vor oder nach dem Kontakt verschiebt die Testzeiten: dem Plan der Praxis folgen.
- Bei positivem Ergebnis werden auch Partnerinnen und Partner behandelt.
- Nur Kondome schützen auch vor sexuell übertragbaren Infektionen: Sicherheit der Verhütungsmethoden; nach ungeschütztem Sex: Notfallverhütung.
Quellen
Geprüft: 24. September 2026
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