Luftfeuchtigkeit zu Hause: woher die 40–60 % kommen und wie man richtig misst
Die 40–60 % im Titel stammen aus einer Übersichtsarbeit von 1986, die mehrere Risikokurven übereinanderlegte; das ist ein Kompromiss, kein gemessener Bereich. Behörden setzen unterschiedliche Grenzen, die meisten legen die Obergrenze aber etwa bei der Hälfte: Darüber haben Milben und Schimmel es leichter. Sehr trockene Luft reizt Augen und Atemwege. Schimmel hängt von der Feuchte an kalten Oberflächen ab, nicht vom Raummittel. Was welches Gerät tut: der Überblick.
Was tun
- Mit einigen Prozentpunkten Fehler rechnen. Mit Salz prüfen: feuchtes Salz mit ungelösten Kristallen hält einen geschlossenen Behälter bei etwa 75 %; einige Stunden warten. Weicht das Gerät dort deutlich ab, ihm weniger trauen.
- In die Raummitte stellen, weg von Fenstern, Heizkörpern und Luftbefeuchter.
- Zu trocken: Luftbefeuchter, maßvoll, und zurückdrehen, wenn Fenster beschlagen.
- Zu feucht: lüften, Abzüge nutzen, Wäsche draußen trocknen, Möbel von Außenwänden abrücken.
Wann es anders ist
Bei Asthma oder Milbenallergie lieber den unteren Teil des Bereichs anpeilen. Tägliches Kondenswasser an Fenstern oder ein Fleck zählen mehr als jede Zahl: Schimmel finden.
Quellen
- WHO — Guidelines for indoor air quality: dampness and mould
- Umweltbundesamt — Wie lüfte ich richtig?
- Arundel, Sterling et al., 1986
Geprüft: 24. September 2026
Der Kern
Ein Hygrometer zeigt, ob es zu Hause zu trocken oder zu feucht ist; oberhalb eines vernünftigen Bereichs gedeihen Milben und Schimmel, und Kondenswasser verlangt, die Ursache zu beseitigen.
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