Richtig lüften: wie lange, wie oft und wann besser nicht
Die zehn Minuten im Titel sind ein Anhaltspunkt, keine Regel. Der Austausch hängt von Wind, Temperaturunterschied und Durchzug ab und passiert nie auf einen Schlag: Die Luft wird verdünnt, jedes Lüften ersetzt nur einen Teil. Entscheidend ist: weit öffnen, kurz, mehrmals am Tag. Lüften, Luftreiniger und Luftbefeuchter im Vergleich: der Überblick.
Was tun
- Im Winter reichen kurze Zeiten: Kalte Außenluft wird beim Erwärmen sehr trocken und nimmt Feuchtigkeit mit. Ein stundenlang gekipptes Fenster verschwendet Wärme und kühlt die Wand, an der dann Kondenswasser und Schimmel entstehen.
- Öfter lüften beim Kochen, Duschen und Wäschetrocknen in der Wohnung; den Abzug nutzen, Lüftungsgitter nicht zustellen.
- Das Schlafzimmer über das Fenster lüften, nicht über die offene Tür: Eine geschlossene Tür bremst Feuer.
- Ein CO₂-Messgerät zeigt, wie viel Außenluft pro Person ankommt, nicht ob die Luft sauber ist; besser mit NDIR-Sensor.
Wann es anders ist
Bei Rauch, Smog oder viel Pollen draußen Fenster geschlossen halten. Mit kleinen Kindern Fenster nur weit öffnen, wenn ein Erwachsener im Raum ist: Ein Insektengitter hält kein Kind. Bei Schimmel oder ständigem Kondenswasser: Schimmel finden und mit einem Hygrometer messen.
Quellen
- Umweltbundesamt — Wie lüfte ich richtig?
- EPA — Improving indoor air quality
- HSE — Using CO2 monitors
Geprüft: 24. September 2026
Der Kern
Kurzes, weites Stoßlüften mehrmals am Tag bringt verbrauchte, feuchte Luft besser hinaus als ein stundenlang gekipptes Fenster; wie lange es dauert, hängt von Wind und Wetter ab, und bei Rauch oder Pollen draußen bleiben die Fenster besser zu.
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