Indexfonds sind langweilig und genau deshalb funktionieren sie
Ein Indexfonds kauft jede Aktie in einem Marktindex, erhebt minimale Gebuehren und erfordert kein aktives Management. Er wird in keinem einzelnen Jahr der beste Performer sein und nie fuer aufregende Tischgespraeche sorgen. Aber ueber fuenfzehn bis zwanzig Jahre uebertreffen Indexfonds konsequent die grosse Mehrheit aktiv verwalteter Fonds, hauptsaechlich weil sie weit weniger Gebuehren verlangen. Der kumulative Bremseffekt selbst einer einprozentigen Jahresgebuehr kann ueber Jahrzehnte ein Drittel deiner Rendite auffressen.
Die Verlockung, Gewinneraktien auszuwaehlen oder einen genialen Fondsmanager zu finden, ist gross, aber die Daten sind eindeutig: Etwa achtzig bis neunzig Prozent der aktiv verwalteten Fonds schneiden schlechter ab als ihr Vergleichsindex ueber jeden Fuenfzehnjahreszeitraum. Die wenigen, die besser abschneiden, wiederholen ihren Erfolg selten. Indexfonds gewinnen, indem sie nicht versuchen, clever zu sein. Sie erfassen das Wachstum des gesamten Marktes, halten die Kosten nahe null und lassen den Zinseszins die schwere Arbeit erledigen. Langweilig ist ein Merkmal, kein Makel.
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